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Umweltministerin Doris Leuthard hat zwei Seelen in ihrer Brust. Einerseits initiierte sie nach Fukushima umgehend den Atomausstieg und kämpfte im Nationalrat beherzt für die Energiewende. Andererseits agiert sie äusserst zögerlich bei den Klimaschutzzielen der Schweiz. Darum startete die aus über 60 Schweizer NGOs zusammengesetzte Klima-Allianz eine Unterschriftensammlung der besonderen Art.

Seit Dezember letzten Jahres warb St. Doris, die innere Stimme von Doris Leuthard, auf Facebook, Twitter und via E-Mail um Unterstützung nach dem Motto: Bitte helft mir, aus der Umweltministerin eine Klimaschutzpatronin zu machen. Denn 2015 steht eine grosse Entscheidung an. Ende Jahr soll – ach was: muss an der Klimakonferenz in Paris ein neues Klimaabkommen zustande kommen.

107’765 Menschen sind ihren regelmässigen Aufrufen gefolgt und haben die Petition für eine gerechte Klimapolitik der Schweiz unterschrieben. Die Übergabe erfolgte am 28. Mai in Bern.

Nachdem jetzt so viele Mitstreiter/innen die Rolle des Klimagewissens übernommen haben, zieht sich St. Doris wieder aus der Öffentlichkeit zurück und schliesst ihre Social Media Profile. Natürlich nicht, ohne sich in einem offenen Brief für die grosse Unterstützung zu bedanken und Doris Leuthard ein letztes Mal ins Gewissen zu reden (siehe unten).